Dienstag, 9. Mai 2017

Rezension: Der Tod des Schmetterlings - Matt Dickinson

© Lübbe
Der Tod des Schmetterlings
| Matt Dickinson |

Verlag: Baumhaus Verlag 2014
Seiten: 352 
ISBN: 9783833902819

MEINE BEWERTUNG 

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Der Tod des Schmetterlings 

Als ein Schmetterling im 21. Stockwerk einer Baustelle erschlagen wird, ahnt der Wachmann nicht, welche Kettenreaktion dadurch ausgelöst wird. Für viele Menschen auf der Welt hat der Tod dieses Schmetterlings schwerwiegende Folgen. Manche überleben und viele sterben, und alles nur, wegen eines toten Schmetterlings.

Es handelt sich um die Fortsetzung von Matt Dickinsons „Die Macht des Schmetterlings“, wobei beide Bände unabhängig voneinander gelesen werden können, weil nur die Grundthematik dieselbe ist. 

Der Autor arbeitet erneut die Chaostheorie (eigentlich handelt es sich dabei um den Schneeballeffekt) ab, welche besagt, dass ein einziger Flügelschlag ausreicht, um eine Katastrophe auszulösen. Diesmal fängt die Katastrophe mit dem Tod eines Schmetterlings an und kaum jemand ahnt, welches Ausmaß ein solch kleines Ereignis auslösen kann.


Denn der Tod des Schmetterlings greift um sich und macht nicht einmal vor Landesgrenzen halt. In Australien ist Hannah auf der Flucht vor der Polizei, Gwen und Tehpoe kämpfen in Liberia gegen Rebellen an, Todd und Isabella sitzen am Amazonas in Brasilien fest und Stian Olberg trägt die Verantwortung für ein ganzes Kreuzfahrtschiff. 


All diese Schicksale - und etliche mehr - finden im Tod des Schmetterlings ihren Zusammenhang und kämpfen unabhängig voneinander gegen die Auswirkungen an.


Der Erzählstil heizt beim Lesen ordentlich ein. In kurzen Kapiteln verfolgt man die Ereignisse. Manchmal wird man in die jeweilige Person versetzt, ein anderes Mal ist man objektiver Beobachter, man zoomt häufig auf kleinste Details oder schaut sich die nahende Katastrophe als Gesamtbild an. Dabei spürt man die ganze Zeit, dass etwas Großes und Schlimmes geschehen wird, während das Schicksal des Schmetterlings um sich greift.


Diesmal mochte ich den Erzählstil sehr gern, weil dadurch eine wahnsinnig mitreißende Dynamik entsteht. Man kann das Buch kaum aus den Händen legen, weil jedes Kapitel mit einer anderen Figur beginnt. Aus normalen Alltäglichkeiten und simplen Entscheidungen spitzt sich nach und nach eine Katastrophe zu, die auf den eher banalen Tod eines Schmetterlings zurückzuführen ist.


Außerdem gefällt mir die Logik hinter den Ereignissen und diese Umsicht, mit der der Autor davon erzählt. Denn es ist kaum zu glauben, wie schlüssig das endgültige Gesamtbild und wie nachvollziehbar jede Entscheidung oder Handlung der Figuren ist. Dennoch war mir der Zufall ein- bis zweimal zu häufig am Werk, wobei das wohl genauso dem echten Leben entspricht. 


Wie bereits beim ersten Band, kann ich dieses Werk jedem empfehlen, der sich für den Butterfly-Effekt interessiert und gerne spannende Bücher liest.

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MEINE BEWERTUNG


Die Dilogie:
1) Die Macht des Schmetterlings [Rezension lesen]
2) Der Tod des Schmetterlings


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Kommentare:

  1. Hi Nicole :D

    Diesen "Schmetterlingseffekt" finde ich auch sehr interessant, vor allem, da ich auch glaube, dass jede noch so kleine Tat eine Auswirkung hat! Das Buch beziehungsweise die beiden Bücher klingen daher echt ansprechend!

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Hallo Jessi,

      sie sind auch extrem toll geschrieben und wahre Pageturner zum Lesen. Ich kann sie also nur empfehlen!

      Liebe Grüße,
      Nicole

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  2. Huhu Nicole,

    schön, dass dir Band 2 auch gut gefallen hat. Nachdem ich den ersten so klasse fand, will ich es auch noch irgendwann lesen. Ich habs aber leider noch nicht mal zu Hause.

    Ich hab nach dem ersten Teil auch mal über mein Leben philosophiert und echt so ein paar kleine Entscheidungen gefunden, wo wenn man sie anders getroffen hätte das ganze Leben wahrscheinlich anders verlaufen wäre. Ich wäre wo ganz anders gelandet, hätte gewisse Leute überhaupt nicht kennengelernt ect. Und wie dies wiederum das Leben der anderen Leute verändert hätte usw usw.
    Achja schon extrem spannend solche Gedankenspiele....

    Viele Grüße, Julia

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    1. Hallo Julia,

      ja, unbedingt! Es ist genauso gut wie Teil 1. Zwar weiß man schon, wie der Hase läuft, aber das tut der Spannung keinen Abbruch.

      Diese Gedankenspiele finde ich auch total interessant! XD Aufgrund kleinster Entscheidungen basiert doch eigentlich der eigene Lebensweg, oder? Allein, wenn es um die eher großen Bereiche im Leben geht. Wenn ich dran denke, wie und warum ich meinen Mann kennengelernt habe ... :D

      Liebe Grüße,
      Nicole

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